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Medikamente in der Schwangerschaft: Eine schwangere Frau in weißem Top hält eine Tablette in der einen Hand und ein Wasserglas in der anderen.
iStock/nd3000
Symbolbild

Die Entwicklung des Ungeborenen durchläuft sensible Phasen. Bestimmte Arzneimittel können da empfindlich stören oder sogar schaden. Das sollten werdende Mütter über Medikamente in der Schwangerschaft wissen.  

Medikamente sind wichtig, keine Frage. Sie halten chronische Krankheiten im Zaum, lindern Schmerzen und helfen, dass wir wieder gesund werden. Trotzdem sollten sie zielgerichtet, überlegt und nicht leichtfertig eingenommen werden.

Bei Medikamenten in der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht geboten. Denn ein falsches Präparat kann unter Umständen schwerwiegende gesundheitliche Schäden beim ungeborenen Baby verursachen.

Die Entwicklung des Babys

Besonders riskant sind Medikamente, wenn sie im ersten Drittel der Schwangerschaft eingenommen werden – also zu einem Zeitpunkt, an dem die Frau vielleicht noch gar nicht weiß, dass sie schwanger ist. In dieser Zeit entwickeln sich alle Organe: das Herz und das Gehirn, die Nervenverbindungen, Zähne und Knochen – der gesamte menschliche Organismus entsteht. Wird diese Entwicklung durch den Embryo schädigende (embryotoxische) Stoffe gestört, kann das zu Fehlentwicklungen führen. Im schlimmsten Fall auch zu einer Fehlgeburt.

Wenn Sie dauerhaft Medikamente einnehmen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – zumindest, wenn es um die Arzneimittel geht, die Frauen regelmäßig einnehmen müssen, zum Beispiel weil sie an einer bestimmten Erkrankung oder an Allergien leiden. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, am besten schon, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Oft gibt es Alternativen, die unbedenklich für Mutter und Kind sind. So gibt es für die meisten chronischen Erkrankungen heute Medikamente, die auch in der Schwangerschaft angewendet werden können.

Ein eigenmächtiges Absetzen von Arzneimitteln, die dauerhaft eingenommen werden müssen, vor oder auch während der Schwangerschaft, ist auf jeden Fall keine gute Idee. Denn das kann nicht nur zu einer Verschlechterung Ihrer Erkrankung führen, sondern eventuell lebensbedrohlich für Sie und das ungeborene Baby werden.

Ein guter Plan

Ein Medikationsplan hilft, die Übersicht über die Medikamente zu behalten, die man einnimmt. Dadurch lassen sich Wechselwirkungen ausschließen und problematische Wirkstoffe schnell identifizieren. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Folsäure und Jod, die üblicherweise während einer Schwangerschaft eingenommen werden, sollten ebenfalls in Ihrem Medikationsplan eingetragen sein.

Den Medikationsplan erhalten Sie in Ihrer Arztpraxis. Wir können ihn bei uns in Ihrer Apotheke jederzeit mit Ihnen besprechen und gegebenenfalls aktualisieren. Sprechen Sie uns einfach an.

Krank in der Schwangerschaft

Ob heftige Erkältung oder Schwangerschaftsbeschwerden: Auch als werdende Mutter kommt man mitunter um Medikamente nicht herum. Bei uns Ihrer Apotheke beraten wir Sie auch während Ihrer Schwangerschaft wie gewohnt ausführlich zu möglichen Risiken, Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln. Viele Medikamente sollten Schwangere allerdings nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin einnehmen.

Ob Kräutertee, Wadenwickel, Zwiebelsaft oder ein Dampfbad mit Kamillenblüten: Generell bieten sich bei Erkältungen in der Schwangerschaft zunächst Hausmittel an. Schmerz- und Fiebermitteln sollten Schwangere nur nehmen, wenn sie unbedingt nötig sind. Für werdende Mütter sollte Paracetamol das erste Mittel der Wahl sein. Ibuprofen und auch Diclofenac sind Mittel der zweiten Wahl und dürfen nur maximal bis zur 28. Schwangerschaftswoche genommen werden.

Vorsicht ist übrigens auch bei ätherischen Ölen geboten, die oft in Erkältungssalben oder -bädern enthalten sind. Sie können eine Wehen auslösende Wirkung haben. Zink und Vitamin C zur Steigerung der Immunabwehr können dagegen in der Schwangerschaft bedenkenlos eingenommen werden.
Einige Schwangere plagt heftige Übelkeit ­– auch über die ersten Wochen hinaus. Hier können Präparate mit hochdosiertem Vitamin-B6 (Pyridoxin) für Abhilfe sorgen. Doxylamin oder Dimenhydrinat, die sonst häufig in der Hausapotheke gegen (Reise-)Übelkeit zu finden sind, sollten in der Schwangerschaft nicht eigenmächtig, also ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Eine mögliche Alternative sind pflanzliche Präparate mit Ingwer. Auch Bitterstoffe aus Rucola oder Grapefruit können helfen.
Weil das wachsende Baby auf den Magen drückt und mehr Platz braucht, haben viele werdende Mamas vermehrt mit Sodbrennen zu kämpfen. Achten Sie deshalb auf Ihre Ernährung. Alles, was Säure enthält oder reichlich Fett und Zucker, begünstigt die Entstehung von Sodbrennen. Auch mehrere kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, können helfen.

Wenn das Brennen nicht auszuhalten ist, können säurehemmende Antazida verschrieben werden. Für die Schwangerschaft zugelassen ist zudem ein aus Algen stammendes, aluminiumfreies Gel. Es legt sich wie ein Schutzfilm auf den Mageninhalt. Auch Kräutertees mit Fenchel, Kümmel und Anis haben sich bewährt.
Falls der Darm trotz ausreichendem Trinken, ballaststoffreichem Essen und viel Bewegung nicht auf Trab kommt, erhalten Sie bei uns in Ihrer Apotheke natürliche Füll- und Quellstoffe, zum Beispiel auf Flohsamenbasis. Macrogole kommen ebenfalls für eine Behandlung infrage. Sie weichen den harten Stuhlgang auf und können in der Schwangerschaft auch längerfristig eingenommen werden. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gern!
Auch das kommt in der Schwangerschaft vor: bakterielle Infektionen, die mit Antibiotika behandelt werden müssen, weil sie sonst zu einer Gefahr für Mutter und Kind werden können. Einige Antibiotika stellen jedoch für das Ungeborene ein Risiko dar. Arzt oder Ärztin werden hier nur nach sorgfältiger Risikoabwägung entsprechende Präparate verschreiben und hier Antibiotika verordnen, die sich schon lange bewährt haben. Dazu zählen zum Beispiel Amoxicillin, Penicillin oder Cephalosporine.

Kortisonsalbe – ja oder nein?

Darf ich meine kortisonhaltige Creme oder Salbe noch benutzen? Das fragen sich werdende Mütter, die unter Neurodermitis oder Psoriasis leiden. Eine dänische Studie hat den Effekt von Kortikosteroiden in der Schwangerschaft untersucht. Bei den rund 60.000 Frauen, die in der Schwangerschaft kortisonhaltige Cremes nutzten, kamen mit 9,4 Prozent genauso viele Neugeborene zu klein auf die Welt wie bei Schwangeren ohne Kortison. Auf die körperliche Entwicklung der Ungeborenen haben diese lokal aufgetragenen Arzneimittel keinen Einfluss, so die Schlussfolgerung der Forschenden.

Guter Rat: Embryotox

In Deutschland sind derzeit rund 100.000 Medikamente zugelassen. Besonders für Laien ist es daher schwer, den Überblick zu behalten. Eine qualifizierte Anlaufstelle für Schwangere und Stillende ist das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Hier finden Sie eine Datenbank zu mehr als 400 Arzneimitteln und häufigen Krankheitsbildern. Informationen und Beratung gibt’s unter www.embryotox.de.

Nutzen Sie den Medikationsplan

Im Notfall sind dann alle Ihre Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel dokumentiert – egal, ob Sie verschreibungspflichtige oder frei verkäufliche Präparate einnehmen. Das hilft Ihnen, den Arztpraxen, Hebamme und Apotheke, den Überblick zu behalten – zum Wohl Ihrer Gesundheit und der Ihres Kindes.

Georg-Dieter Heldmann,

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